“Rechnen Sie mit Journalisten”
Wer schreibt, sucht Zahlen. Der Grund: Zahlen sehen aus wie Fakten. Deshalb fahren Journalisten auf Umfragen, hohe Streitwerte und große Fallzahlen ab.
Das Zahlenwerk mus nicht Ihr eigenes sein. Ziehen Sie das Thema auf ein höheres Niveau, indem Sie die Bedeutung des Einzelfalls bundesweit einordnen: Welche Summe steht beim Kapitalanlagebetrug einer Firma auf dem Spiel, wie entwickeln sich die Insolvenzen und was kostet die Unternehmen das neue Urteil vom Bundesarbeitsgericht? Zu einem Rechtsproblem im Straßenverkehr könnten die 5.000 Unfälle gut passen, die täglich auf unseren Straßen passieren.
Gerne gesehen sind Beispielrechnungen: Bei einem Grundstück für 80.000 Euro zahlt der Bauherr 2.800 Euro Grunderwerbsteuer. Dabei bleibt es, wenn er die Baufirma selbst auswählt. Kauft er alles aus einer Hand, rechnet das Finanzamt Grundstück und Hausbau zusammen. Im Beispiel macht das 372.000 Euro. Hierfür werden 13.020 Euro Grunderwerbsteuer fällig. Diese kleine Rechenaufgabe aus der Financial Times macht die Folgen eines aktuellen Urteils vom Bundesfinanzhof für die Leser spürbar.
Auch pro Kopf berechnet sind viele Zahlen spannend: Was kostet die bundesdeutsche Justiz den Steuerzahler? „Nur so viel wie eine billige Pizza”, steht in der Süddeutschen Zeitung. Der überraschende Zusammenhang rückt die Relationen bei den erhofften Einsparungen durch eine Justizreform anschaulich zurecht.
copyright: KOMMposition, PR-Agentur für Marketing und Pressearbeit , Berlin